From 3667 Cameron Street to 903 Koyukuk Drive

7. November 2011

 

Heute mal nicht so viel Text, dafür mehr Bilder. Ich hab vor mittlerweile einer Ewigkeit versprochen, mal ein paar Bilder meiner Umgebung zu zeigen. So, here you go:

Das sieht man, wenn man zu unserer Wohnungstür hereinkommt, unser Wohnbereich. Wird aber reichlich wenig genutzt. Wie überhaupt die ganze WG eher eine Individualisten-WG ist, jede geht ihrer Wege, Unterhaltung findet bis auf wenige Ausnahmen nur statt, wenn man zufällig zur gleichen Zeit sein Essen zubereitet.

Unsere Küche. Schön groß *strahl* Da könnte ich mich glatt dran gewöhnen. Nicht gewöhnen kann ich mich an den Rauchmelder, der angeht, wenn man den Backofen benutzt. Oder ohne Deckel kocht. Trotz offenem Fenster. Naja, ich hab mittlerweile gelernt, wie man ihn ruhig stellt :)

Unser… Badbereich. Keins der Fläschchen gehört zu mir, ich hab mein komplettes Sammelsurium in meiner Kosmetiktasche, die ich immer mit ins Bad nehme. Dusche und Toilette sind kleine extra Räume, der Waschbereich hat zwei Waschbecken.

Mein Zimmer. In aufgeräumtem Zustand 0:) Statt Decke und Bettwäsche habe ich mich entschieden, lieber meinen Schlafsack mitzunehmen, um Gewicht zu sparen. Rechts ein kleiner Scheuklappenschreibtisch. Nicht im Bild: links eine große Kommode mit großen Schubladen – von denen die unteren herausfallen, wenn man sie zu weit (also mehr als 10 cm) herauszieht. Rechts ein begehbarer Kleiderschrank *strahl* Die Heizung fehlt? Wir haben Fußbodenheizung :) Dummerweise ist der Thermostat dafür im Zimmer einer meiner Mitbewohnerinnen, derjenigen, die ich bisher genau drei Mal gesehen hab. Nachts schlafe ich mit angelehntem Fenster, mittlerweile habe ich den Dreh raus, wie weit ich es aufmachen darf, um den Raum auf schlafbare Temperatur herabzukühlen ohne selbst zu erfrieren. Mein Schlafsack hält nur bis +3°C warm… Aber das Fenster hat dreifache Verglasung.

Wie versprochen ein Bild von meinem Blick aus meinem Fenster, mit Sonnenuntergang. Mann, freu ich mich, wieder in meine abgelegene Wohnung in Ilmenau zu kommen. Ich kann das ****** Tuten der Eisenbahn, die links an unserem Haus vorbeifährt, nicht mehr hören.

Blick aus dem Fenster nach rechts. Im Hintergrund beginnt der Campushügel, etwa  zehn Fußminuten von mir.

Ha! Meine Kochkünste! Madenzerfressener Salat! Und alles nur, weil ich die Nudeln für die Nudeln mit Tomaten-Gehacktes-Soße vergessen hatte. Da hatte ich noch kein Fahrrad, aber auch mit Fahrrad bräuchte ich etwa eine Dreiviertel Stunde, um eben einkaufen zu fahren. Ohne den eigentlichen Einkauf.

Unser Haus. Im Schnee, versteckt hinter Bäumen.

So, das war’s zu meinem Zuhause. Jetzt ein paar Bilder zu meinem Viertel.

Das nächste Haus in unserer Straße. Windschief und mit fünf Anbauten. Das Bild ist gestern auf meinem Nachmittagsspaziergang entstanden, als ich versucht habe, mir meine lebensnotwendige Dosis Sonnenlicht zu holen. Tja, dumm gelaufen. Die Sonne war den ganzen Tag hinter Schneewolken, und muss untergegangen sein, als ich unterwegs war. Hab die Sommerzeitumstellung unterschätzt, jetzt geht die Sonne schon kurz nach 4 unter. Wer sich wundert: Die USA stellen ihre Uhren eine Woche später als Deutschland zurück. Dadurch war der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Alaska vorübergehend nur 9 Stunden, statt 10 wie jetzt wieder.

Noch mehr Häuser, im Blockhausstil. Richtig interessant sind die nächsten beiden Bilder:

Ich habe mich erst mehrere Straßen lang über diese hässlichen Häuser gewundert, bis mir irgendwann das Licht aufgegangen ist.

Den Verschlag untenrum abgerissen, Lkw vorgefahren und unter den Holzkasten geschoben – und schon kann der Umzug losgehen. Das lob ich mir, nie wieder Kisten packen.

Viel mehr gibt es bei mir nicht zu sehen, das ist nur Wohngegend am Stadtrand. Auf zum Campus!

Darf ich vorstellen? Der Alaska Range kurz nach Sonnenuntergang. Selbst bei klarem Wetter ist er schwierig zu fotografieren, weil er nun mal in der gleichen Richtung liegt, aus der die Sonne scheint. Der McKinley liegt rechts außerhalb des Bildes, und ist seltener zu sehen als diese Berge hier. Am frühen Nachmittag mit Bruce im Campus Shuttle mitfahren, in der niedrigen Nachmittagssonne. Tuckernd holpert der Bus die Straße auf dem Kamm entlang. Dazu Otis Redding’s “I’ve been loving you too long” in voller Lautstärke, mit Blick auf die märchenrosa hinterlegte Bergkette im Süden, ringsum kalt und weiß, hmmm…

Etwas früher am Tag, ohne Zoom, dafür mit einer Nebelbank vor den Bergen.

 

Genau vor der Tür des GI, des Geophysical Institute. Kurz nach Sonnenunter- und Mondaufgang.

 

Das Schild vorm Eingang des GI, im Hintergrund das Museum of the North.

 

Blick aus meinem Bürofenster. Mal wieder kurz nach Sonnenuntergang, im Vordergrund die mit Eis umhüllten Birken, im Hintergrund die smogumhüllten Hügel um Ester Dome.

Mein Büro. Oder zumindest der Teil, den ich von meinem Platz aus sehe. Wenn ich weiter nach links gucke, sehe ich meinen Bildschirm, der mir anzeigt, dass die Simulation endlich durch ist. Also dann, auf an die Arbeit!

 

¬ geschrieben von Christiane in (3) Mein Zuhause

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Ein Kommentar zu 'From 3667 Cameron Street to 903 Koyukuk Drive'

  1. HaHa sagte am 11. November 2011 um 09:27 Uhr:

    Hihi. Ja, das ist das Witzige: Rauchmelder sind immer dann ruhig gestellt, wenn sie tatsächlich mal Rauch zu melden hätten ;-)

    Die Maden im Salat sehen seeeehr cool aus :) Nur beängstigend groß vielleicht. Wie australische Killermaden.

    “Unser Haus. Im Schnee, versteckt hinter Bäumen.”
    Gar nicht versteckt. Ich seh’s ja! :)

    Wann und wo ist denn das Alaska Book Festival? :)

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