04. Oktober, Zeitgefühl im Eimer, in der Sardinenbüchse irgendwo zwischen Grönland und Kanada

5. October 2011

Die Anreise ist vor allem eins: Laaangwierig. Ich bin heute um 7 aufgestanden – jaja, das bin ich wirklich, ich war sogar einige Minuten vor dem Wecker wach. 8:24 Uhr fuhr mein Zug nach Berlin, kurz nach 10 war ich am Flughafen Tegel. Mit Verspätung, weil der Flughafenbus im Stau stand, aber trotzdem rechtzeitig, da mein Flug ohnehin erst 12:20 gehen sollte. Die Temperaturen in den letzten Tagen waren altweibersommerlich warm, um die 25°C. In Berlin schien die Sonne, von Wolken keine Spur. Die kamen erst über Hamburg, und über London sind wir durch die standesgemäße kilometerdicke Wolkendecke geruckelt. Unten war alles nass und grau. Der Anschluss klappte reibungslos; zwei Filme und das überraschenderweise genießbare Essen habe ich schon hinter mir (ehrlich, auf dem Zubringerflug haben’s die Briten echt geschafft, widerliches Knabberzeug zu verteilen – und ich liebe normalerweise alles was knuspert und krümelt). Außerdem habe ich schon ca. 50 mal versucht zu schlafen – aber ich sitze auf einem zum Schlafen ungeeigneten Platz, in der Mitte eingekesselt, ohne Möglichkeit sich irgendwo anlehnen zu können oder wenigstens zusammen zu rollen, ohne der Nachbarin die Zehen in die Schenkel zu bohren. Aber ich habe ja noch einen Flug, der auch in der Schlafenszeit geht, zumindest nach Ortszeit. Und in dem habe ich einen Fensterplatz. Mein weiterer Reiseweg geht nämlich über Seattle (5h Aufenthalt) und dann mit Alaska Airlines in dreieinhalb Stunden direkt bis Fairbanks. Im Moment habe ich aber gerade einmal die Hälfte des Transatlantikflugs geschafft und langsam gehen mir sowohl die Beschäftigungsmöglichkeiten aus als auch die Möglichkeiten, sich in diesen Sitz zu lümmeln. Und der größere Teil der Reise liegt noch vor mir…

 

2 Kommentare zu '04. Oktober, Zeitgefühl im Eimer, in der Sardinenbüchse irgendwo zwischen Grönland und Kanada'

  1. HaHa sagte am 6. October 2011 um 16:24 Uhr:

    Welche Filme hast du denn geguckt? Was Empfehlenswertes dabei?

  2. admin sagte am 6. October 2011 um 17:13 Uhr:

    Ich habe nur Klassiker der amerikanischen Hochkultur angeschaut, natürlich. In ‘Last Night’ stand ein Paar unabhängig voneinander vor der Versuchung fremdzugehen (sehenswert). Und in ‘Bad Teacher’ haben sich zwei Frauen um die Gunst Justin Timberlakes gestritten (sehensunwert). Und wenn ich nicht eingeschlafen wäre, hätte ich mir noch einen Werwolfschinken reingezogen. Ich kann übrigens die letzte CD von Little Milton zum Einschlafen empfehlen, war sehr angenehm.

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