31. Oktober 2011, Ihre Majestät

1. November 2011

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Eine ganze Nacht voller Aurora, große grüne Bogen über den ganzen Himmel verteilt. Mal mehr, mal weniger. Meist schwächer, aber mit einem eindrucksvollen Substurm.

Ich war zwei Mal draußen, beim ersten Mal von dreiviertel elf bis dreiviertel zwölf, beim zweiten Mal halb bis um vier. Beim ersten Mal sind mir irgendwann die Füße kalt geworden (wir hatten -17 bis -19°C), weshalb ich auch zurück bin. Dafür hab ich meine neue Balaclava eingeweiht; gerade wenn man sich nicht oder kaum bewegt, ist sie angenehmer, als sich dauernd den Schal vom Hals zu zerren. Beim zweiten Mal wollte ich eigentlich nur mal kurz vor die Tür, ich hab mir nicht mal die Mühe gemacht, mir die Schuhe zu zu binden. Nach zehn Minuten tat meine Nase weh und ich hab mir den Schal vors Gesicht gezogen. Zu der Zeit hatten wir -23°C. Hab es dann aber zum Glück trotzdem geschafft, warm ins Bett zu schlüpfen.

Auf dem Weg zum Feld.

Relativ schwache, stabile Bögen. Die Fortsetzung geht über meinen Kopf und hinter mir wieder runter zum Horizont. Das orangene Leuchten dürfte eine Straßenlaterne sein.

Erwähnte Fortsetzung, aber einige Minuten später und jetzt mit einem Ausläufer nach links. Dieser Ausläufer sollte sich noch in einen ‘Substorm’ entwickeln.

Die Intensität nimmt langsam zu, aber die Strahlen bleiben diffus. Der Himmel ist sternenklar.

Da kommt er, der Sturm.

Die statischen Bögen sind nach wie vor da, zusätzlich kommt noch dieses sich schlängelnde Amöbenwesen.

Die Kamereinstellungen sind während der ganzen Aufnahmen (außer der ersten) die selben, die Bilder sind alle unbearbeitet. Die Farben und Intensitäten sind also alle echt.

Die Streifen wurden mit der Zeit zum Horizont hin immer heller, als würden Meteoriten in Zeitlupe aus dem Himmel fallen.

Das intensivste Leuchten des Abends. In der Mitte schon eher weiß als grün.

Mit leichter pinker Einfärbung am unteren Rand.

Der Sturm ist vorbei, die Aurora breitet langsam wieder ihre majestätischen Arme aus.

Neues Aufflackern? Egal, Füße kalt und Ersatzakkus aufgebraucht, vielleicht sollte ich doch langsam heim gehen…

Kurz darauf. Das Abschiednehmen dauert, ich laufe bestimmt fünf mal hin und her, weil ich doch noch nicht gehen kann. Immerhin können mir so meine Zehen nicht abfrieren.

Eine sehr schwache, aber auch sehr glatte Aurora direkt am Horizont, genau hinter den Baumwipfeln.

Immerhin hab ich’s schon bis zum Hauptweg geschafft. Das Leuchten wird schwächer, wird aber für den Rest der Nacht andauern.

-2°F steht auf der Anzeige. So kalt war es auch heute, als ich zur Uni gegangen bin. War aber gar nicht schlimm, als ich einmal oben auf dem Campus war, musste ich die Jacke aufmachen, weil mir zu warm war, und ich hab außerhalb des Wartehäuschens auf den Bus gewartet. Ein paar Grad gehen also noch ;)

Das war’s. Die Vorhersage für heute sieht nicht so gut aus, aber im Moment ist die Aurora trotzdem recht aktiv (noch ist nichts zu sehen, die Sonne geht gerade unter). Ich werde also auch heute ein Auge auf die Auroraüberwachung haben und vermutlich wieder draußen zu finden sein.

¬ geschrieben von Christiane in Aurora

Wooaaaahhhhhhhhh

25. October 2011

2 Kommentare

Oder anders: Nochmaaaal!

Alaska Range, steile Berge, wilde Tiere – alles, was ich am Wochenende so erlebt hab, muss noch warten. Denn was ich eben gesehen hab, war viel cooler. Unbeschreiblich! Nie wieder Feuerwerk, das ist völlig lächerlich daneben.

Ich stehe gerade noch unter dem Einfluss des wohl stärksten Suchtmittels überhaupt und war dabei noch vor zwei Stunden hundemüde und völlig fix und fertig – deshalb wird dieser Post wohl etwas chaotisch werden. Aber ich bin gerade ohnehin zu aufgekratzt um zu schlafen, also warum nicht schreiben…

Ganz, ganz kurz zur Einführung: Die Aurora (Borealis) ist ein Leuchtphänomen in der oberen Atmosphäre, ungefähr 80-200 km über dem Erdboden. Sie wird durch elektrisch geladene Teilchen, die von der Sonne stammen, hervorgerufen – die Ladungsträger verfangen sich lax gesprochen im Erdmagnetfeld und kollidieren mit den Atmosphärenmolekülen, meist Sauerstoff oder Stickstoff, regen diese an und bringen sie so zum Leuchten. Für nähere Details bin ich grad nicht in der Stimmung.

Wichtig ist der Punkt, dass die Ladungsträger von der Sonne kommen, insbesondere von Sonneneruptionen in Sonnenflecken. Die Sonne rotiert in ca. 27 Tagen einmal um sich selbst – d.h. wenn man einmal Polarlichter gesehen hat, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass man knapp einen Monat später nochmal welche sieht. Vor einer Woche habe ich eine Meldung gelesen, dass am 27.9. in Deutschland (!) Polarlichter gesichtet wurden. Nur kurz, und zu unchristlicher Zeit (gegen 4 oder 5), aber immerhin! Seit einer Woche also wartete und hoffte ich, dass der Sonnenfleck noch bestehen würde, wenigstens bis heute (was vorhin noch Montag, 24.10. war) – und dass das Wetter mitspielen würde.

Gegen acht – ich hatte eigentlich keine Lust, hatte Hunger und war müde, aber dazu demnächst mehr – habe ich auf meiner Lieblingsvorhersageseite nachgeschaut und wurde von einem grellen Rote über praktisch die Hälfte der Grafik begrüßt. Ein Blick aus dem Fenster half nicht weiter, also hab ich mich angezogen und sicherheitshalber für eine längere Zeit draußen gerüstet. Heißt: lange Unterhose, Skihose, zwei dünne Pullover, Skijacke und warme Stiefel und Handschuhe. Ich hab mein Fahrrad geschnappt und radelnd (mit dem Ding eher eiernd) den Himmel abgesucht: nichts. Oder vielmehr, doch, da war was, das geleuchtet hat. Aber kein Polarlicht, sondern meine Lieblings-Fairbanks-Wolke. Man kann nämlich stundenlang nachts durch Alaska fahren und sich an einem wunderbaren Blick auf die Sterne und die Milchstraße erfreuen. Dieses Wochenende zumindest hat man dann ab ca. 50 km (!) von Fairbanks entfernt einen orangenen Schimmer gesehen, der sich beim Näherkommen als orange leuchtende Wolke herausgestellt hat. Kein Polarlichtleuchten, sondern Stadtlichterleuchten.

Ich schweife ab… Jedenfalls, nachdem ich ein Stück vom Campus entfernt war und immer noch nichts gesehen hab, bin ich enttäuscht wieder umgekehrt und war eine Stunde später wieder zu Hause. Hab Essen gekocht, gegessen… und mir hin- und wieder die Nase am Fenster platt gedrückt, in der Hoffnung, einen grünen Schimmer im Norden zu sehen. Das konnte doch nicht wahr sein! Da ist die Aurora so aktiv wie seit Wochen nicht mehr, vermutlich aktiver als während meines restlichen Aufenthaltes hier, und dann ist da diese blöde ***zensiert*** Wolke am Himmel!

Aber vielleicht ist ja wenigstens am Horizent etwas zu erkennen? Unterhalb der Wolken ist zwar unwahrscheinlich, aber vielleicht reichen die Wolken ja nicht bis zum Horizont? Halb zwölf bin ich etwas lustlos in meine Skihose geschlüpft und hab meine Jacke übergestreift. Bei dem Wolkenteppich da oben ist eh nichts zu sehen. Kamera ist immer mit dabei, aber ansonsten war ich für nur einen kurzen Ausflug ausgerüstet. So bin ich also motivationslos durch die Straßen gestapft, in Richtung meines Lieblingsfeldes. Von dort hat man für einige hundert Meter freie Sicht Richtung Norden und vor allem in der Richtung keine störenden Lichter im Sichtfeld. Unterwegs hab ich immer wieder hoffend an den Himmel geschaut und bin zunehmend frustrierter geworden. Blöde Stadtlichter, blöde Wolken, blödes Wetter, blödes Timing. Ausgerechnet heute! Jaja, damit muss man rechnen, ist schließlich Herbst. Oder Winteranfang. Wie auch immer, auf jeden Fall ist die Wahrscheinlichkeit zur Zeit recht hoch, dass Wolken den Blick auf die Aurora vernebeln. Aber trotzdem, ich bin doch nur ein paar Wochen hier! Schieb doch mal jemand diese ****** Wolken zur Seite! Stapf, stapf, stapf, schnief, stapf…

Am Feld angekommen war der Himmel immer noch orange. In dem Wäldchen neben dem Feld hatte ich übrigens das Fahrrad gefunden, heute bin ich im Feld selbst über einen Stuhl oder vielmehr dessen Gestell gestolpert. Da hinten am Nordhimmel war ein leichter Lichtschimmer auszumachen. Na großartig, ein Stern.

Weiter im Osten war noch ein Schimmer auszumachen. Noch eine orangene Stadt. Aber oben drüber, da war ein grünlich weißes Schimmern. Gaaaanz langsam bewegte es sich. Ein Polarlichtchen hinter Wolken? Vermutlich. Aber so was kannte ich schon zur Genüge. Grüne Schimmer, mehr oder weniger dynamisch. Etwas aufleuchtend, abflauend und an anderer Stelle wieder aufschwelend. Wenn man weiß, was es ist, nicht gerade spektakulär. Mal sehen, vielleicht ist ja hinter mir was. Der Aktivitätskarte nach zu urteilen, müsste ich auch über mir was sehen. Ach ja, oranger Nebelwolkenteppich. Hmpf.

Dann war hinter mir, also im Südwesten doch noch was. Genau hinter den Baumwipfeln. Also bin ich durchs Feld wieder zurück zum Hauptweg gestapft, um besseren Blick zu kriegen. Jetzt ein eindeutiges grünes Aufleuchten, wenn auch schwach und verschwommen. Mal sehen, ob man das Fotografieren kann. Uh, es bewegt sich. Je dynamischer das Polarlicht, umso heftiger der Sonnensturm. Aber so schwach! Außerdem sind in der Richtung die Lichter der Uni im Weg. Das wird so nix. Aber im Norden sind jetzt ein paar mehr Sterne zu sehen, also kann man doch ein wenig Himmel hinter dem Wolkenschleier erahnen. Irgendwie fehlt nur das Polarlicht, das die Vorhersagekarte so rot aufflammen ließ. Rumstehen und den Himmel nach grünen, verschwommenen Schimmern absuchen ist irgendwie doof.

Aber da! Im Nordosten ist wieder ein grünes Nebellicht. Schwach, aber diesmal mit deutlicher Tendenz zum Stärkerwerden. Jetzt ist mir doch tatsächlich diese Stromleitung im Weg. Und das Licht da vorne wächst sich zu einem schönen, satten, kräftigen Leuchten aus. Also wieder zurück ins Feld. Mist, langsam. Jetzt umzuknicken wäre äußerst unpraktisch. Anscheinend habe ich gerade das Ende der Ruhephase abgepasst, denn weiter links ist nun auch ein breites, grünliches Glimmen. Heißa, das wächst sich zu einem Band aus! Nicht mehr dieses diffuse Vorsichhinfunzeln, sondern ein strahlendes, grünes Band. Hell genug, dass man es auch auf Fotos mit meiner Kamera sehen kann.

Es wabert ein wenig, so wie ich es schon von Videos her kannte. Dafür, dass ich eben mit nackter Hand die Kamera gehalten hab, ist sie erstaunlich warm. Anscheinend stimmte die Temperaturanzeige doch, und es sind deutlich über null Grad. Das ist gut, denn für die angesagten -10°C wäre ich viel zu luftig angezogen. Hoffentlich bleibt es so warm.

Vor mir wechseln sich die ausgefransten grünen Farbbänder ab, mal leuchtet das eine stärker, mal das andere. Ich stehe da und schaue vom einen zum anderen. Da tauch noch ein drittes auf. So langsam kann ich die nicht mehr im Auge behalten. Aber gerade, als mein Kopf anfangen will, unkontrolliert wie ein Wackeldackel hin- und herzupendeln, schwächen die Lichtbänder wieder ab. Sie werden diffuser und eins nach dem anderen verschwindet. Schade, war’s das schon? Mal schauen, was hinter mir ist. Immer noch orange. Da drüben sind die Unilichter, aber vielleicht ist ja über mir etwas? Ich schaue nach oben und falle beinahe um. Sag das doch jemand, dass da über mir ein Polarlicht ist! Schwächer als die Bänder zuvor, aber genau über Kopf. Wenn man genau hinschaut, sieht man, wie einzelne Strahlen sich zu den Seiten hin verlieren. Das Gebilde erinnert an diese Bilder von Sternenexplosionen, in denen alles in alle Richtungen davon stiebt. Oder an Feuerwerk. Aber das hier ist größer, stabiler, langlebiger. Schöner. Nicht so grell wie das Magnesium-Weiß im Feuerwerk, sondern sanftes Grün. Gleich rieselt Sternenstaub auf mich herab.

Ich bin beeindruckt. Erst als die Nova über mir verglüht, wende ich meinen Blick wieder Richtung Norden. Jetzt muss ich nicht mehr warten, denn in der Zwischenzeit sind neue Leuchtbänder aufgetaucht. Mit senkrechten Streifen, wandernden “Schatten”, sich schlängelnder Borte – das volle Programm! Das ist viel besser als auf Fotos oder im Film, das ist damit überhaupt nicht mehr vergleichbar! Stellenweise verbinden sich die Bänder zu einem durchgehenden Leuchtstreifen über fast den gesamten Himmel. Von links im Nordwesten, knapp über den Baumwipfeln, bis rechts im Südosten, knapp über dunklen Gebäudeschatten. Mein Kopf geht hin und her. Sie winden sich, brechen auf, wallen wie ein Vorhang im Wind, verbinden sich neu. Und über dem schlängelnden Hauptleuchten die sanfteren senkrechten Streifen, die die Aurora tatsächlich wie einen Vorhang aussehen lassen.

Man muss schon genau hinsehen, und das Foto ist zugegeben nicht gerade  gut. Aber ich war mit meinen Gedanken nicht bei der Kamera, sondern bei dem Grünschimmer genau vor meiner Nase. Anscheinend hatte ich es wirklich perfekt getroffen: Hinter mir und ganz tief am Horizont vor mir waren Wolken, rechts und links waren auch einige Wölkchen, und immer sah es so aus, als wollten sie mir ins Sichtfeld ziehen. Aber ich hatte ein perfektes Sichtfenster genau vor mir und genau über mir. Später sollte der Himmel noch komplett aufklaren. Der Frust von vorhin war vergessen, die Füße wurden kalt – ach egal. Ich geh hier so schnell nicht weg.

Die Bänder werden immer lebendiger, manchmal breiten sie sich tastend aus und zucken dann plötzlich zurück, um sich woanders wieder auszubreiten. In dem Bild hat sich das durchgängige, kräftige Band gerade aufgelöst und der Vorhang beginnt sich in einzelne Strahlen zu teilen. Die schwarzen Spitzen wirken wie Schatten, wenn sie sich nicht bewegen würden und zu weit oben wären, könnte man sie auch für Silhouetten halten. Die “Schatten” wandern, die grünen Strahlen werden schmaler und schwächer. Manchmal entsteht wieder eine Nova, manchmal verglimmt das Licht einfach.

An den oberen Rändern der Strahlen mischt sich ein Rotton mit rein. Sowohl grün als auch rot werden von Sauerstoff hervorgerufen, das grüne Leuchten erfolgt tiefer, das rote in 200 km Höhe. Hoch sieht es aus, unvorstellbar hoch. Müssten da nicht schon Sterne sein?

Ich weiß nicht mehr, wo ich hingucken soll, mein Kopf wandert von links nach rechts nach links nach rechts, ich drehe mich, noch weiter, schaue nach oben – und falle fast hintenüber, der Schnee unter mir hat sich schon lange zu Eis verwandelt und ich hab kurzzeitig die Orientierung verloren. Der Nacken fängt an, mir weh zu tun, aber trotzdem lege ich den Kopf wieder und wieder zurück. Nach einer Weile geht mein Wunsch in Erfüllung: Die Aurora wandert noch mal über meinen Kopf.

Es fängt an mit einem schmalen Streifen, wieder habe ich das Gefühl, dass mir gleich Trümmer entgegen fliegen müssten. Aus dem Streifen stechen einzelne Strahlen hervor, anfangs oben rot, unten grün. In sehr schnellem Wechsel wächst der Streifen zu einer großen, wallenden Schlaufe.

Dann kommt wieder das Strahlenbündel, dass sich durch den schmalen Spalt stiehlt. Und wieder die Schlaufe. Größer diesmal. Die erste kleinere Schlaufe ist wieder zu sehen, dazwischen flammt diffuses Licht auf. Das breitet sich aus, nach außen. Ein drittes Band taucht auf, schlängelt sich nach außen, windet sich, und bildet ebenfalls fast eine Schlaufe, knapp über dem Horizont. Wohin ich auch schaue, überall Aurora! Ein Ring um den ganzen Horiont. Einzelne Bänder, die sich winden und zucken, langsamer jetzt. Das diffuse Licht dazwischen ist nicht homogen, sondern mit leichten Fäden durchzogen. Das Zentrum ist genau über mir. Ich versuche gar nicht erst, das irgendwie in die Kamera zu kriegen. Die Form erinnert etwas an eine Käseglocke, und ich auf dem Präsentierteller darunter. So langsam wird es unheimlich. Ich schaue mich kurz um, vorhin hatte es ein paar Mal im Unterholz geknackt, aber es ist nichts zu sehen. Ich lege den Kopf wieder in den Nacken, mir doch egal, wenn ich morgen den Hals nicht mehr bewegen kann.

Ganz allmählich klingt das Leuchten um mich herum ab, die einzelnen Bänder brechen auf und verglühen langsam. Das Licht zieht sich wieder zurück. Ich schaue dem Sterben nicht bis zum Ende zu, sondern suche wieder den Nordhorizont ab. Da erscheint auch wieder ein Licht, aber irgendwie wirkt es wie ein schwächliches Nachbeben. Und tatsächlich: Nur noch zwei oder drei kleinere Erscheinungen, dann ist Ruhe. Nach dem fulminanten Höhepunkt ein sehr schneller Abgang.

Vielleicht auch ganz gut, denn freiwillig wäre ich wohl nicht gegangen.

 

Für alle, die noch mehr und vor allem bessere Fotos sehen wollen: Hier gibt’s ganz hübsche: http://www.go2moon.com/aurora.html. Für meinen Geschmack etwas kitschig, aber immerhin haben die die bessere Kamera. Nicht, dass Bilder auch nur annähernd an das Original herankommen würden, aber mehr als Bilder kann ich nun mal nicht bieten. Oh, und das eben Beschriebene ist nicht kitschig, das war megahammer. ;)

… So langsam gewinnt die Erschöpfung wieder Oberhand und möglicherweise kann ich in einer halben Stunde einschlafen, wenn ich jetzt die Augen zumache. Gute Nacht!

 

[Nachtrag: Als ich heute Mittag aufgewacht bin, war der Himmel von einer Wolkendecke überzogen, die selbst Ilmenau Konkurrenz macht. Von meinen drei Bürokollegen war gestern nur Min-Shiu draußen, und die hat nichts als Wolken gesehen. Auch in einschlägigen Aurora-Foren kamen von den Nordamerikanern nur enttäuschte "Hier ist alles bewölkt"-Einträge. Scheint, als hätte ich wirklich einen guten Zeitpunkt abgepasst.

Die Aurora gestern war so stark, dass sie auch in Deutschland gesehen werden konnte. Allerdings nur etwa für 5 Minuten, und auch nur die Rötlicher-Schimmer-am-Nordhorizont-Variante. Hier ein hübsches Foto aus Dresden.

Ich habe heute noch ein wenig recherchiert und bessere - naturgetreuere Fotos gefunden. Zufällig von jemandem, der angeblich auch hier im Institut rumgeistert. Seine Website ist hier und seine Aurora-Fotosammlung hier. (edit: die beiden letztgenannten Links funktionieren nicht mehr)
Sein Fotografierkollege macht auch ganz nette Fotos.
Und ziemlich cool fand ich dieses "Video".
Viel zu kurz, und vor allem sehr gerafft, ähnlich wie dieses hier.
Muss man nicht alles gesehen haben, zumal sich vieles wiederholt. Aber immerhin haben die Leute viel bessere Kameras als meine benutzt, also wer mich nicht gerade spontan besuchen will und sich das Ganze in live anschauen, der kann ja einen Blick in die Links werfen.]

¬ geschrieben von Christiane in Aurora

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