15. Oktober 2011, UAF Museum of the North

17. October 2011

10 Kommentare

Den Samstag habe ich dem Museum of the North der University of Alaska Fairbanks gewidmet. Vielfach empfohlen und immerhin schon vielfach vorbeigelaufen – da musste ich die 10 Dollar doch mal investieren und dieses architektonische Kuriosum von innen betrachten. Das Museum wirkt zwar auf den ersten Blick fehl am Platz, weil seine Form überhaupt nichts mit dem Stil der anderen Gebäude auf dem Campus zu tun hat. Aber irgendwie passt es doch hierher. Ich werde bei Gelegenheit mal Bilder vom Campus hochladen, dann kann sich jeder selbst eine Meinung bilden.

Das Museumsgebäude von außen. 2006 haben die Ausstellungen geöffnet; im “Living Room” kann man sich im Zeitraffer die Bausphasen von 2003 bis 2005 anschauen.

Die Ausstellungen gliedern sich in die folgenden Hauptgebiete (abweichend von der Einteilung durch das Museum):

Pflanzen des Bundesstaates fehlten; ich tippe, die hat man sich gespart, weil es hier ohnehin einen botanischen Garten um die Ecke gibt.

Wenn man in den Hauptausstellungsraum geht, wird man erstmal von diesem Kollegen hier begrüßt. Oder vielmehr von seiner Brust, genau die ist nämlich ungefähr auf meiner Augenhöhe. Ich mag Bären, ich war als Kind ganz vernarrt in sie. Aber ich glaube, ich bevorzuge doch eher die Teddy-Variante.

Mein neuer Favorit ist aber dieses fesche Kätzchen:

Ich bin noch nicht dahinter gekommen, an welche Filmfigur mich der Luchs erinnert, aber solche Samtfellpfoten hätte ich auch gerne…

Die Aurora darf natürlich nicht fehlen. Dies ist eine Tafel, die die fünf Haupterscheinungsformen darstellt. Richtig gute Fotos findet man z.B. hier: http://www.go2moon.com/aurora.html. Irgendwann hoffentlich innerhalb des nächsten Monats wird auch die Wolkendecke hier wieder etwas dünner, und dann kann ich vielleicht auch noch ein paar Bilder beisteuern. Die mit Abstand von mir meistbesuchte Website hier (F5 sei Dank) ist die Aurora-Vorhersage: http://www.gi.alaska.edu/AuroraForecast/1. Wenn Fairbanks in dem kleinen Bildchen rechts oben innerhalb der grünen Region liegt und es dunkel ist und nicht bewölkt, lohnt es sich, nochmal raus zu gehen. Bei Gelegenheit erkläre ich auch noch das Bild darunter.

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass die Straßen hier durch den starken Frost und die heißen Sommer etwas verformt sind und dadurch teilweise tiefe Risse und Löcher haben. Das gleiche Problem hat die Eisenbahnlinie, wenn man sie ein paar Jahre nicht ausbessert:

Um den jetzt folgenden geschichtlichen Teil chronologisch in der richtigen Reihenfolge zu halten, beginne ich jetzt der russischen Geschichte Alaskas. Viel gibt es da nicht zu erzählen, ein gewisser Däne namens Vitus Bering segelte im Auftrag Peters des Großen durch die Beringstraße, bewies, dass Amerika und Russland nicht zusammen hängen, und fand auf den Aleuten und an der Westküste Alaskas wunderschöne Fälle, die sich von russischen Händlern hervorragend auf- und wieder verkaufen ließen. Irgendwann wuchsen die Tiere nicht mehr schnell genug nach, die Konkurrenz aus Kanada wuchs an, das Ganze entwickelte sich zum Verlustgeschäft, außerdem drohte die Eroberung durch die Briten und so verkaufte Russland Alaska an die USA. Morgen (18. Oktober) wird übrigens die Übergabe mit dem Alaska Day, ein gesetzlicher Feiertag hier, gefeiert. Nachdem die Uralaskanienser unter den Russen sich mühsam von Sklaven zu gleichberechtigten Handelspartnern entwickelt hatten, wurden sie unter den Amerikanern wieder wie… naja, wie die Ureinwohner der “Lower 48″, also der restlichen Bundesstaaten auch, behandelt. Alaska war bis zur Aufnahme als US-Staat vom Prinzip her das, was die USA bis zu ihrer Unabhängigkeit für die Briten waren: eine Kolonie. Ein Landanhängsel, dessen Rohstoffe man ausbeuten konnte, aber in das man keinen großen Aufwand stecken brauchte. Und das blieb Alaska für immerhin fast 100 Jahre.

Wenn ich endlich dazu komme, meinen Ausflug nach Downtown Fairbanks zu posten, erfahrt ihr auch etwas über die Goldgräbervergangenheit dieser Stadt. Hier nur so viel: In den Hügeln unweit von hier wurde vor etwas mehr als hundert Jahren Gold gefunden. Und im Museum habe ich jetzt auch welches entdeckt:

Was an diesen Krümeln jetzt aber so toll sein soll, muss mir noch jemand verraten. Da fand ich den Jadeklumpen am Eingang viel beeindruckender – Jade ist sowas wie das Nationalgestein der Alaskanier, weil es hier so häufig vorkommt. Und am Eingang zum Ausstellungsraum lag ein Brocken davon herum, der ungefähr mein Körpervolumen haben dürfte.

Ein Kapitel der amerikanischen Geschichte, von dem ich noch nie gehört hatte und das mich ziemlich überraschte, sind die Internierungs- und Evakuationslager während des zweiten Weltkriegs:


Die Aleuten, diese Inselgruppe, die auf alaskischen Karten so weit nach links in den Pazifik piekt und bis nahe an Kamtschatka heran reicht, sind äußerst spärlich besiedelt. Nichtsdestotrotz lagen sie für die Japaner strategisch günstig, da auf halbem Wege bis in die USA, und wurden dementsprechend angegriffen. Nachdem die erste Insel besetzt wurde und die Einheimischen als Kriegsgefangene nach Japan verschifft wurden, beschlossen die USA, die restlichen Inseln zu evakuieren und die Bewohner in Lagern auf oder zumindest näher dem amerikanischen Festland unterzubringen. Dass man dafür die Lager auch einigermaßen in Stand halten muss und Essen sowie medizinische Verpflegung zur Verfügung stellen sollte, haben sie dabei ein wenig vergessen. Die Japaner konnten in verlustreichen Schlachten wieder zurück gedrängt werden und etwa ein Jahr später durften die Evakuierten  wieder zurück kehren. Zumindest die, die noch am Leben waren (dafür, dass die Evakuierung die Einheimischen offiziell schützen sollte, sind 10% Verlust ganz schön viel) und Lust hatten, ihre zerstörte Heimat ohne Hilfe und Material wieder aufzubauen. Etwa die Hälfte hatte wohl nicht.

Noch interessanter ist die Geschichte der japanisch-stämmigen Alaskaner. Oder vielmehr überhaupt der Japanischstämmigen, die zu der Zeit in den USA lebten, sei es als Immigrant oder als US-Bürger. Auch wenn der Sohn in der US-Armee diente, bestand ja theoretisch die Möglichkeit, dass einer der weit über 100,000 Bürger die USA an Japan verraten könnten. Also brachte man sie in Lager, aus denen sie erst nach Kriegsende herausdurften.

Vielleicht sollten die afghanisch-stämmigen US-Bürger mal hierherkommen und sich das durchlesen…
Übrigens haben die USA trotzdem seit dem Bürgerkrieg keinen Krieg mehr auf ihrem Boden gehabt: Alaska wurde erst 1959 US-Bundesstaat.

Jetzt hab ich so viel von den Weißen geschrieben, da muss ich auch noch ein paar Worte zu den Ureinwohnern verlieren. Die Sektion im Museum war relativ gemein gehalten, oder mir ist die Unterteilung wegen der komplizierten Namen einfach nicht aufgefallen. Die traditionellen Kostüme sahen für mein ungeübten Europäerauge jedenfalls genauso wie alle anderen indianischen Kostüme aus, vielleicht mit ein bisschen mehr Fell. In dem Foto unten sind Puppen und Miniaturhundeschlitten- und -kayak dargestellt. Die Puppen waren dabei nicht nur zum Spielen da, sondern auch als Platzhalter für Familienmitglieder, die zu einem großen Fest oder ähnlichem nicht kommen konnten. Wichtigste Form des Festes unter den Alaskaindianern war der Potlatch. Anlass zum Feiern konnte alles Mögliche sein, meist die Geburt eines strategisch wichtigen Kindes, oder eine Hochzeit. Das Feiern selbst bestand dann im Wesentlichen aus Schenken. Je reicher man beschenkte, umso höher stand man in der Stammeshierarchie und im Ansehen. Dabei ging es mehr um “spirituellen” Wert und nicht um irdische Reichtümer; erst als die Weißen kamen, wurde das Ganze eher materiell und für so manchen Stamm ziemlich ruinös. Zwischenzeitlich von den Weißen verachtet und von der Regierung verboten, wird gerade versucht, diese Tradition wieder zu beleben.

Beeindruckt haben mich diese Körbe. Man sieht es ihnen auf dem Foto nicht an, aber in ihnen steckt jahrelange Arbeit (Gräser waschen, kochen, trocknen, aufteilen, verknoten) und sie sind unglaublich robust. Heute werden sie aber eigentlich nur noch für Touristen hergestellt. Im Museum Shop waren welche zum Verkauf angeboten, je nach Größe und Muster so zwischen 300 und 900 USD. Die Gewichtsbeschränkung auf dem Rückflug hat mich vom Kauf dieses Souvenirs abgehalten ;)

In das untere Boot passe ich ungefähr dreimal der Länge nach rein. Es ist eine Holzkonstruktion, die mit Tierhäuten verkleidet ist und so manchen Flicken hat. Diese traditionellen “Umiaks” sind leicht, tragen aber trotzdem sehr große Lasten. Sie wurden ursprünglich gepaddelt, später auch mit Segeln verwendet.

Naja, darf natürlich nicht fehlen, der Totempfahl. Von Schreibtischlampengröße bis zu wir-brauchen-einen-Kran. Einmal aufgestellt, war meist wieder ein Potlatch vorbei und der Pfahl durfte vor sich hin rotten.

Und als krönenden Abschluss noch ein paar Gemälde großer alaskischer Maler. Das obere ist von Eustace Paul Ziegler und das untere (eins der deklarierten Highlights des Museums) von Sydney Lawrence. Ich weiß nicht, wer das mittlere gemalt hat, aber ich fand es einen guten Stellvertreter für die ausgestellten Bilder: die meisten sind in eher pastelligen Farben gehalten und versuchen die ganz eigenen Farben des Nordhimmels festzuhalten. Manche zeigen einen Überlebenskampf, andere stille, überwältigende Landschaften. Und alle haben irgendeine tolle Geschichte, warum sie im Museum hängen. Ich habe keine Ahnung von Kunst (geschweige denn von alaskischer Kunst), aber die Bilder gefallen mir :)

¬ geschrieben von Christiane in (4) Ausflüge

16. Oktober 2011, Table Top Mountain Hike

16. October 2011

Comments Off

Trip Description:

This is a gentle hike with mostly rolling terrain. Table Top Mountain is a wonderful loop to check out the Fairbanks early fall colors. Participants should have sturdy boots or shoes for this trip. Great views of the White Mountains can be had from the top of this dome after a mellow hike up. Trip costs include transportation, gas, trip leaders, and equipment.

 

So weit die Beschreibung. In der Realität reicht der “great view” manchmal nur bis zur nächsten Wolkendecke.

Als ich heute morgen aufgewacht bin, war der Himmel grau und der Boden weiß. Schnee! Eigentlich eine tolle Sache, aber die Wolken hätten ruhig weiterziehen können.  Als ich zehn nach neun am Treffpunkt war, war ich die letzte – da aber zwei nicht kamen, haben wir wie beim letzten Mal ohnehin bis halb zehn gewartet. Aufgebrochen sind wir dann zu fünft, davon eine Führer- und Fahrerin. Die konnte auch erstaunlich gut fahren, zumindest im Vergleich mit dem, was hier sonst so für Fahrkünste rumgurken. Auf dem schneeverwehten Highway hatten wir dann auch unser Abenteuer für heute: In einer leichten, aber rutschigen Kurve ist Lily mit ihren zügigen 55 mph (ca. 90 km/h) ins Schleudern geraten.  Sie hat sehr schnell reagiert. Aber leider falsch, und so kam es, dass wir nach drei großen Schlingern am Ende parallel zur und im Straßengraben neben der Gegenfahrbahn standen. Nix passiert, aber anschließend sind wir die verbleibenden 50 Meilen mit ungefähr 30 mph dahingekrochen. Die Wanderung selbst dauerte insgesamt 4 Stunden – d. h. wir haben genau so lange im Auto wie auf dem Trail verbracht.

Wie angekündigt, war die Wanderung sehr gemütlich. Sie führte durch ein Gebiet, das 2004 abgebrannt war, und sich davon so langsam erholt. Die Bäume sehen sehr bizarr aus; die einzigen lebenden Pflanzen sind Sträucher und Gräser am Boden. Oben auf dem Gipfel angekommen, jammerte unsere Ms. Turnschuh, dass ihr kalt sei und sie eine “potty break” bräuchte. Aber sie könne hier nicht, hier sei es zu kalt. Wir anderen haben dann in aller Seelenruhe die beiden Gipfelplateaus abgewandert und sind auf dem Rückweg über so ziemlich jeden Heidelbeerstrauch hergefallen, der uns vom Wegrand zugewunken hat. Und das waren eine Menge.  Während des Abstiegs ist der Himmel dann endlich soweit aufgeklart, dass man zumindest die gegenüberliegenden Berge erkennen konnte. Und auf der Rückfahrt haben wir in einem urigen kleinen Restaurant Halt gemacht, das mit allerlei Reliquien aus der Goldgräberzeit ausgestattet war. Dort gab es dann landestypisches Essen – Hamburger. Aber selbstverständlich American Style, bei dem man sich hinterher alle zehn Finger ableckt und nicht mehr bewegen kann.

Auf dem Weg zum Trail. Auch wenn es nicht so aussieht, aber hinter der Kurve geht es weiter nach oben, und die schwarzen Pinsel links und rechts waren mal Bäume, sind also schätzungsweise 5-6 m hoch.

Immernoch auf dem Weg zum Trail. Für ein paar Minuten sah es so aus, als würde die obere der drei Wolkendecken ein wenig aufreißen. Beim So-aussehen-als-ob blieb es dann aber leider.

Kurz vor dem Gipfel. Meine Theorie: Hinter der Wolkenwand verbirgt sich ein 7000 m hoher Berg, der höher ist als der McKinley und spektakulär anzusehen, den aber bisher keiner entdeckt hat, eben weil er sich immer hinter Wasserdampf versteckt. Ist halt etwas schüchtern, der Gute.

Schon wieder auf dem Rückweg. Von hier unten sieht man die beiden Table Tops tatsächlich besser, als man sie oben gesehen hat. Oder gar von hier vier Stunden zuvor.
“Oh gosh, an elevation of 1000. Woooh. Oh, wait, it’s feet. So it’s 300 m. That’s not too bad.”

Diese Gipfelhäufchen standen überall am Wegrand rum, nur nicht auf dem Gipfel.

Dear Guest of the White Mountains Recreational Area,
this pile was formed to protect this mountain area from erosion and decay and to preserve it for future generations. Being the cause of an estimated 500,000 tree deaths around the world, erosion means destruction of landscape as we know it today. It removes rocks and detritus from our beautiful Alaskan hill tops and discharges them into our rivers, where they pose a potential hazard to swimmers and commercial shipping. By this, our mountains become smaller and smaller over time, until they are completely gone. However, we can halt, if not invert, this process of destruction. With your help we can sustain the splendid area of the Table Top Mountain! With no extra effort you can support our fight for the preservation of this landscape. While you are walking up to the hilltop, you can take along a stone from one of the piles you find along this way and bring it with you to the hilltop. There you put it in a place of your choice – it’s as easy as that! Hundreds of hikers have done this already and thus supported our vision. Most have taken one stone, some have taken on the challenge and carried two of the heavier ones. Mark Devon, High School teacher from Akron, Ohio, has also taken one: “It was very easy. I just picked up one of the stones and took it along. Now I feel much better, having helped preserve nature as it is.”  And Aron Sawt, a plumber from Caradooh, Minnesota, actually used the idea for a free workout: “It’s great! I couldn’t make it to the gym this morning, but carrying one of these stones and lifting it up along the way totally made up for it!” The piles were set up by 5th graders from McGraw Junior High during their 2011 excursion to the Muskox farm near the University of Alaska Fairbanks campus. To them, it was “an outstanding experience to volunteer for something as important as sustaining our precious Alaskan countryside for the future”, as little Aliza declares as a representative for her class.
So you see, you’re in good company protecting our beautiful White Mountains environment!
Thanks for helping and remember to take a stone,
Your White Mountains Boulderdash Team

Vollgestopft mit Erinnerungsstücken und typisch amerikanisch liegt die “Chatanika Lodge” direkt am Highway mitten in der Pampa. Okok, für alaskanische Verhältnisse immer noch in dicht besiedeltem Gebiet, die nächste Tankstelle ist nur 20 km entfernt.

¬ geschrieben von Christiane in (4) Ausflüge

8. Oktober 2011, Angel Rocks Hike and Soak

9. October 2011

3 Kommentare

Trip Description:

This hike is a steep uphill to the ridgeline and from there it is mostly rolling terrain. The total length of the trail is 8 miles. We will start at the Angel Rocks Trailhead and hike to Chena Hot Springs for a relaxing soak. Participants should have sturdy boots for this trip. Cold weather is likely and wind may be encountered on this trip so dress accordingly with several layers and bring plenty of high calorie foods! Trip costs include transportation, gas, trip leaders, equipment, and hot springs pass.

Das war mein Samstag: Halb 8 aufstehen, unterschreiben, dass ich allein für mich verantwortlich bin und nicht die Uni verklage, wenn ich mir einen Fuß breche, eine Stunde fahren, nochmal fünf Minuten fahren, 13 kmwandern, in eine heiße Quelle springen, eine Stunde zurück fahren, tot ins Bett fallen.

Wir waren 7 Leute, davon zwei von Outdoor Adventures, was eine Art Unisportgruppe der UAF (University of Alaska Fairbanks) ist. Wir sind mit zwei Monsterautos, in denen eigentlich je 8 Leute Platz haben, zur Quelle, den Chena Hot Springs, gefahren, haben ein Auto dort gelassen und sind mit dem anderen wieder ein Stück zurück gefahren.

Der Hauptteil der Wanderung war das Bergauf. Nicht, dass es sich nicht gelohnt hätte, die Aussicht war wirklich großartig. Die beiden Führer haben während des Aufstiegs regelmäßig Rast gemacht und uns gesagt, wir sollen lieber unsere Lagen ausziehen, bevor wir anfangen zu schwitzen – wenn man einmal nass ist, kann das bei den Temperaturen sehr schnell sehr kalt werden. Einmal an der Spitze angekommen, ging es in sehr straffem Marsch über beinestellendes Geröll am Kamm entlang – und dann ohne Pause den Berg wieder herunter. Da, wo ständig Schatten ist, lag ein wenig Schnee auf dem Weg. Ich war die erste, aber bei weitem nicht die Einzige, die sich beim Abstieg unfreiwillig hingesetzt hat. Das Ende der Wanderung waren die heißen Quellen, da wo wir unsere Badesachen im ersten Auto zurück gelassen hatten. Das Wasser war so warm, dass ich die Hälfte der Zeit auf einem der Felsen neben dem Becken abkühlen musste. Auf dem Rückweg nach Fairbanks haben wir das zweite Auto wieder eingesammelt.

 

Chena River

Startpunkt der Wanderung.

Auf dem Weg nach oben. Im Tal wechseln sich Nadel – und Birkenwald ab; wer genau hinschaut, kann eine schneebedeckte Bergkuppe sehen.

Angel Rock

Die Angel Rocks sind auffällige, hervorstehende Gesteinsformationen, die sich deutlich von den restlichen abgerundeten Berghängen abheben. Sie eignen sich hervorragend zum Herumklettern; an einer Stelle führt der Weg durch eine Höhle in den Felsen.

Immer nur bergan...

Vor 7 Jahren sind an der Stelle große Flächen Wald verbrannt, die Narben sieht man noch heute.

The top!

Blick ostwärts, von Fairbanks weg. Offensichtlich befinden wir uns gerade oberhalb der Baumgrenze. Der weitere Weg führte an der Schneegrenze entlang und dann nach unten – der warmen Badewanne entgegen!

¬ geschrieben von Christiane in (4) Ausflüge

Theme von BenediktRB • Powered by Wordpress • Abonniere den RSS Feed